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Kap Arkona

Das Kap Arkona ist neben den Kreidefelsen und dem Königsstuhl das zweite große Wahrzeichen der Insel Rügen.

Auf der Halbinsel Wittow gelegen, gilt das Kap allgemein hin als der nördlichster Punkt Rügens und Deutschlands, eigentlich ist es aber der etwa 600m westlich gelegene Gell-Ort. Der bekannteste Anlaufpunkt des Kap Arkona sind zweifellos die 2 bzw. 3 Leuchttürme, aber das Gebiet um diese beiden Wahrzeichen umfasst mehrere Sehenswürdigkeiten die einen Ausflug zum Kap Arkona zu einem richten Tagesprogramm werden lassen. Dabei erwartet Sie das Fischdorf Vitt mit der berühmten Kapelle von Vitt, die Jaromarsburg, verschiedene Museen, der Rügenhof, der Königssteig, der Funkpeilturm und das imposante Steilufer der 46m hohen Steilküste aus Kreide und Geschiebemergel.

Die 3 Türme: Das gesamte Gebiet um das Kap Arkona ist Autofrei. Bei einem Ausflug zum Wahrzeichen des Nordens stellen Sie Ihr Fahrzeug im vorgelagerten Ort (Putgarden) ab. Von dort können Sie den ca. 2 Km langen Weg zu den Leuchttürmen entweder zu Fuß, mit einem Kremserwagen oder mit der Arkonabahn zurück legen. Vorbei am Rügenhof gelangen Sie über ein weit ausgedehntes Feld zu den Leuchttürmen des Kap Arkona`s. Der 1826, nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel, erbaute kleinere Turm ist einer der heute ältesten Leuchttürme an der Ostseeküste und ganz sicher einer der Schönsten. Im Erdgeschoss des „Schinkelturmes" finden Sie das nördlichste Standesamt Rügens sowie ein Schifffahrtmuseum im Obergeschoss. Das 21m Hohe Bauwerk warnte Seefahrer von 1828 bis 1905 vor den gefährlichen Untiefen der Ostsee. Im Jahre 1902 wurde der größere Leuchtturm in Dienst gestellt und begrüßt bis heute die Schiffe vor den Toren Rügens. Von der Aussichtplattform auf 74m über NN hat man einen phantastischen Blick über die Insel Rügen, die Ostseeküste entlang des Tromer Wieks und an klaren Tagen ist sogar der Blick nach Dänemark möglich. Etwas Abseits der beiden Leuchttürme findet man den dritten Turm im Bunde, der 1927 erbaute Marinepeilturm wurde im Laufe des 2. Weltkriegs schwer beschädigt und 1996 als Denkmal restauriert. Heute beherbergt er das „Internationale Ausstellungszentrum Ostseeküste", welches Funde archäologischer Ausgrabungen zeigt sowie ein offenes Atelier Rügener Künstler.

Jaromarsburg, Steilufer, Vitte, Rügenhof: Nahe der 3 Türme des Kap Arkona´s führt eine Steiltreppe, die Ihren Namen im wahrsten Sinne des Wortes verdient, hinab zum Steinstrand. Hier finden sich bei genauerem hin sehen viele Überbleibsel aus der Kreidezeit (Hühnergötter, Seeigel, Donnerkeile Bernsteine usw.). Der Hochuferweg führt Sie vorbei an einer ehemals sehr bedeutsamen slawischen Burg, es wird angenommen, dass der 13 m hohe Befestigungswall „Jaromarsburg" ursprünglich die dreifache Fläche einnahm. Der größte Teil ist im Laufe der Jahrhunderte aufgrund von Bodenerosion in die Ostsee abgebrochen. Weiter am Hochufer durch eine interessante Flora, führt erneut eine Steiltreppe zum Steinstrand, bis Sie schließlich das idyllische Fischdorf Vitt erreichen. Hier lohnt es sich Rast zu machen bei Räucherfisch an der Mole oder der legendären Kneipe „Goldener Anker". Weiter geht es vorbei an der achteckigen Kapelle von Vitt über ein weites Feld bis Sie wieder den Ausgangspunkt „Putgarden" erreichen. Souvenierjäger sollten am Rügenhof nicht vorbei gehen, hier finden sich die üblichen Postkarten, Anhänger und sonstiger Firlefanz, aber auch neckische Sachen von den ortsansässigen Handwerkern wie z.B. Keramik, Kerzen und Malerein.