Wiek
Wiek - direkt am Wieker Bodden
Der Küstenort Wiek ist etwa 30 Kilometer von Bergen auf Rügen in Nordwestlicher Richtung auf der Halbinsel Wittow zu finden. Die Gemeide Wiek mit ihren sieben Ortsteilen und 1600 Einwohnern liegt im flachwelligen Moränengebiet direkt am Wieker Bodden auf der Halbinsel Wittow im Norden der Insel Rügen. Zu erreichen ist sie über die Landstraße von Jasmund, die über die Nehrung der Schaabe führt oder über die Wittower Fähre, einer Autofähre zwischen den Gemeinden Wiek und Trent. Bis zum Jahre 1968 verlief die 750-mm-Schmalspurbahnstrecke Bergen-Trent-Wittower Fähre-Wiek-Altenkirchen der Rügenschen Kleinbahn (RüKB) durch Wiek.
Wiek grenzt im Westen an den Wieker Bodden, der wiederum im Westen durch die Halbinsel Bug von der Ostsee abgetrennt ist und so einen guten Naturhafen darstellt. Im Süden hat der Bodden eine schmale Verbindung zum Meer. Von Wiek aus gibt es einen regelmäßigen Fährverkehr zur Insel Hiddensee.
Wiek wurde erstmals im Jahr 1165 erwähnt, der Name hat germanischen Ursprung und deutet auf den Handel mit Lebensmitteln hin; aus dem Friesischen lässt sich die Bucht im Namen ableiten und deutet ebenso auf eine Marktstelle oder Handelsort hin, denn diese entwickelten sich an Gewässern und besonders in Buchten, wie dem Wieker Bodden. In slawischer Zeit war Wiek der Ort eines Burgwalls und vermutlich ein Handelsmittelpunkt. Im 14. Jahrhunderts erwarb das Kloster Bergen die Anteile mehrerer bisheriger Besitzer. Zu dieser Zeit wohnten im Ort Ackersleute, Schutenfahrer, Fischer und die gewöhnlichsten Handwerker. Der Grundbesitz war an einige benachbarte Güter, die Wieker Kirche und das Domanium aufgeteilt.
Im Jahr 1819 galt Wiek als größtes Dorf auf Rügen. 1820 entstand das Spritzenhaus, in 1850 kann Wiek bereits zwei Schulstandorte - im Küsterhaus und in einem gesonderten Haus verzeichnen. In slawischer Zeit war Wiek der Ort eines Burgwalls und vermutlich ein Handelsmittelpunkt. Im 14. Jahrhunderts erwarb das Kloster Bergen die Anteile mehrerer bisheriger Besitzer. Im Jahre 1819 war Wiek das größte Dorf auf Rügen, in dem "außer des Ackersleuten Schutenfahrer, Fischer und die gewöhnlichsten Handwerker" wohnten. Der Grundbesitz war an einige benachbarte Güter, die Wieker Kirche und das Domanium aufgeteilt.
Das Jahr 1872 war mit viel Tragik verbunden - so standen Teile von Wiek bei der großen Sturmflut im November unter Wasser. 1875 wurde der Friedhof auf dem Borgwall - dem alten Slawenwall - angelegt, 1883 erhielt der Ort ein kaiserliches Postamt im Gasthof Schröder. Im Jahr 1890 wurde dann mit dem Bau des Hafens und der oben erwähnten Kleinbahn begonnen, die zum Einen für die einheimischen Fischer, andererseits für den Kreideabtransport von den Kreidebrüchen beim Kap Arkona gedacht waren. Noch heute sind Fragmente der alten Kreidebrücke am Hafen zu sehen, die in Kürze saniert werden soll. 1915 wurden kriegsbedingt die Arbeiten des 1912 begonnenen Ausbaus des Kreidehafens eingestellt. Auch in Wiek gab es am Ende des Ersten Weltkrieges einige Unruhen unter den stationierten Matrosen.
Frühzeitig erkannte man, das milde Reizklima für das Gesundheitswesen zu nutzen -ab 1920 entstand das Kindergenesungsheim, das bis 1928 für bis zu 1200 Kinderplätze ausgebaut wurde. Noch heute ist Wiek Standort für eine Mutter-Kind-Klinik direkt am Wieker Bodden. 1928 wurde das heutige Schulgebäude erstellt, jetzt ist hier die Grundschule Wiek zu hause. 1936 peitschte ein mächtiger Sturm über den Ort, der bemerkenswert war. Der Hafen wurde um 1934/35 in seiner heutigen Form mit den Kaimauern und Molen angelegt. Ab 1935 wurden Soldaten auf dem nahe gelegten Bug stationiert, und seitdem ist dieser Teil der Halbinsel mit Unterbrechungen bis 1992 stark militärisch geprägt. Heute rankeln sich verschiedene, nicht realisierte Investorenprojekte um die schöne Halbinsel, die für den Besucher nur in geführten Wanderungen zugänglich ist. Nach der Wende wurde der Ort ab 1992 mit Hilfe der Städtebauförderung umfangreich saniert, darunter die Hafen- und Straßenanlagen, neue Wohngebiete mit vielen modernen Ferienhäusern und Ferienwohnungen entstanden.
Ein besonderer Höhepunkt sind die im Sommer stattfindenden Ausstellungen und Konzerte in der gotischen Kirche in Wiek. Aber auch der Fischer- und Seglerhafen mit der alten Kreidebrück in Wiek kann sich sehen lassen, sehenswert ist auch das Kriegerdenkmal und das nostalgische Kinderheim. Der nächstgelegene herrliche Sandstrand ist die sieben Kilometer lange Schaabe, die Landbrücke zwischen Jasmund und Wittow oder im Norden von Wittow bei Bakenberg.
Die Umgebung lädt ein zum Radfahren, Wandern oder zu Wassersport und hat eine ideale Lage als Ausgangspunkt für Unternehmungen aller Art. Ob Angeltouren in den Bodden- und Seegewässern oder eine Ausflugsfahrt mit einem Traditionssegler, Boddenschippern - lassen Sie sich darauf ein. Mit dem Auto oder bequemer mit dem Bus erreichen Sie alle Sehenswürdigkeiten der Insel Rügen und Hiddensee.
Wer die Halbinsel Wittow besucht, sollte es sich nicht entgehen lassen, die Leuchttürme am Kap Arkona zu besuchen, oder die zweitälteste Kirche von Rügen in Altenkirchen.

